You may find yourself living in a shotgun shack
And you may find yourself in another part of the world
And you may find yourself behind the wheel of a large automobile
You may find yourself in a beautiful house, with a beautiful wife
You may ask yourself, "Well, how did I get here?"
Letting the days go by, let the water hold me down
Letting the days go by, water flowing underground
Into the blue again, after the money's gone
Once in a lifetime, water flowing underground
Same as it ever was...
Als das schöne Haus und die schöne Ehefrau verpuffen, reist der gescheiterte Fahrradverkäufer nach Saudi-Arabien, um dem König (dessen Neffen er mal am Pissoir kennenlernte) ein Videokonferenz-Konzept auf Hologramm-Basis zu präsentieren. Damit wäre der Titel schon mal erklärt. Alles weitere gehört zum Merkwürdigsten, was ich in den letzten Jahren im Kino gesehen habe. Es gibt wundervolle (zumeist in Marokko gedrehte) Bilder, gute Schauspieler (u.a. die Borgen-Ministerpräsidentin Sidse Babett Knudsen) und tolle Momente, aber selbst über die an sich kurzen 98 Minuten entwickelt sich kein zusammenhängendes Ganzes. Auf der einen Seite hat die Handlung auch für flüchtige Kenner der arabischen Welt nichts mit der Realität zu tun, auf der anderen Seite ist sie auch nicht so satirisch übertrieben, dass mehr als eine platte Entlarvung der amerikanischen Hauruck-Mentalität dabei rauskommt.
Hier hätte ich mir einen jungen Werner Herzog am Ruder gewünscht, der dem originellen Stoff vielleicht die verdiente Umsetzung entrungen hätte. Leider ist auch dem inzwischen 73jährigen Altmeister längst die Luft ausgegangen, sein eigener Arabienfilm Königin der Wüste mit Nicole Kidman war nur noch eine fade, immerhin atemberaubend bebilderte Romanze. Von Tykwer, international der angesehenste deutsche Regisseur seiner Generation, hätte ich mir nach seinen tollen Adaptionen Das Parfum und Cloud Atlas mehr versprochen. So ist Ein Hologramm für den König ähnlich enttäuschend geraten wie The International von 2009, damals trotz Starbesetzung mit Clive Owen, Naomi Watts und Armin Müller-Stahl ein Flop. Auch diesmal sieht's an den Kinokassen nicht besser aus. Ordentlich (6/10).
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