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Sonntag, 14. Juli 2013

Am Numerus Clausus gescheitert: Die Monster-Uni (5/10)

Der Monster-Nerd Mike (Billy Crystal) und das Kuschelmonster Sully (John Goodman) sind an der Uni zunächst Rivalen und müssen sich dann zusammenraufen, um mit einem Team von Außenseitern einen Erschreckwettbewerb zu gewinnen. Zur Begrüßung erklärt Rektorin Hardscrabble (Helen Mirren): "Ich bin hier, um gute Studenten zu großartigen zu machen, nicht mittelmäßige zu weniger mittelmäßigen." Es folgen die üblichen Verwicklungen, mit einem Übermaß an Detailverliebtheit, einer Unzahl stereotyper Figuren und den zu erwartenden College-Klischees.

Der überlange Film zerfällt in einzelne mehr oder weniger gelungene Episoden, zu keiner Zeit stellt sich Spannung ein, geschweige denn ein Mitfiebern mit den Charakteren. Das Tempo schwankt zwischen überhastet und zäh. Welche Zielgruppe soll hier eigentlich angesprochen werden? An Kindern und Jugendlichen gehen die Studentenwitze doch vorbei, und junge Erwachsene kennen sie alle schon. Harmlosigkeit ist hier Programm.

Pixar, o Pixar, was ist bloß aus Euch geworden? Nach der per Autopilot erstellten Fortsetzung von Cars folgte mit Brave/Merida das erste enttäuschende Original in der Geschichte des Studios, und nun dieses überflüssige Prequel zur Monster-AG. Von Pixar erwarten wir, daß sie aus guten Stoffen großartige Filmerlebnisse zaubern. Die kommerzielle Ausschlachtung des Mittelmaßes können sie ruhig dem Mutterkonzern Disney überlassen (tatsächlich gibt es demnächst ausgerechnet zu Cars das Spinoff "Planes", von einer anderen Disney-Tochter produziert).

Am besten hat mir übrigens der Vorfilm "Der blaue Regenschirm" gefallen, auch wenn er nicht an frühere Glanzstücke des Studios heranreicht.

Erträglich (5/10).

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