What Mad Universe kann man sowohl als spannendes Abenteuer wie auch als zum Schmunzeln anregende Satire auf die oft klischeehaften SF-Geschichten der 30er und 40er betrachten. Die Prämisse wird nicht überstrapaziert,das ganze ist in ca. 150 Seiten abgehandelt. Davon könnten heutige Autoren noch lernen. Überhaupt wirkt der Klassiker auch im 21. Jahrhundert frisch und kurzweilig. Browns Schreibstil ist flüssig und präzise, die strikte Beschränkung auf Winstons Perspektive sorgt für schnelle Identifikation mit der gut ausgearbeiteten Hauptfigur. Die Erklärung paralleler Universen war sicher auch im Entstehungsjahr recht naiv; darum geht es dem Autor aber nicht.
Fredric Brown (1906-1972) hinterließ nur fünf SF-Romane, veröffentlichte aber zwischen 1938 und 1965 unzählige Kurzgeschichten und dazu auch viele erfolgreiche Krimis. Obwohl er keine wesentlichen SF-Preise gewann, war und ist er im Genre hoch angesehen. Er war auf dem Worldcon 1996 in den Kategorien Kurzgeschichte und Novelette für den Retro-Hugo 1946 nominiert (jährliche Hugos gab es erst ab 1955).
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