- das weltmüde Noir-Voice-over von Josh Brolins Dwight, dem ich schon nach fünf Minuten ein "Halt die Schnauze!" zurufen wollte.
- die brutal überzogenen Prügeleien, die überhaupt nicht mehr zu schockieren vermögen (und kein Suspense of Disbelief kann ausreichend erklären, warum die Figuren nur Tage nach knochenbrechenden, entstellenden Verletzungen schon wieder derart austeilen können - Marv hat man das im ersten Teil abgenommen, aber hier wird das potenziert)
- die fehlende Figurenmotivation, ersetzt durch ungeschickt plazierte Exposition ("übrigens, er hat Dir mal das Leben gerettet")
- die penetrant grün überzeichneten Augen von Eva Green, kein Vergleich mit Alexis Bledels strahlendem und ausdrucksstarken Blau
- die darüber hinaus aufdringliche Nacktheit der Französin, deren Brüste seit Bertoluccis Altherrenphantasie Die Träumer (2003) nicht interessanter geworden sind und die seitdem höchstens als zugeknöpfte Bond-Widersacherin in Casino Royale überzeugen konnte (die inzwischen zweifache Mutter Jessica Alba wirkt in ihrem Cowboy-Outfit immer noch hundertmal erotischer)
- das sinnlose Zurückbringen von Bruce Willis' Hartigan als "Geist", offenbar um Werbung mit dem müde wirkenden Altstar machen zu können
- die gefühlten 50% der Zeit, die der psychopathische Marv im Vordergrund steht - Mickey Rourke, dessen Comeback im Original von 2005 zu einer Oscar-Nominierung (The Wrestler, 2008) führte, ist nun eindeutig wieder auf dem absteigenden Ast
- Und merke - ein fehlendes Happy-End für eine Figur macht aus einem Actionfilm noch keine Tragödie!
Schon jetzt die Enttäuschung des Jahres. Uninteressant (2/10).