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Montag, 9. Juni 2014

Gelungener SF-Actioner: Edge of Tomorrow (8/10)

Tom Cruise war mal ein Garant für unterhaltsame Actionfilme, aber zu viele Flops wie Oblivion, Jack Reacher oder gar Knight and Day haben dieses Image in den letzten Jahren doch ziemlich geschwächt. So ist es schade, aber nicht überraschend, daß kaum jemand es merkt, wenn er wieder zu alter Form zurückfindet. Edge of Tomorrow ist spannend, clever und überaus amüsant. Cruise ist überzeugend und findet den richtigen Grad an Selbstironie in der Rolle des ängstlichen PR-Soldaten, der plötzlich selbst an die Front gerät und (natürlich) zuletzt in die Heldenrolle hineinwächst. Der an Computerspiele erinnernde Kniff, nach dem er bei jedem Tod wieder zum selben (gespeicherten) Zeitpunkt zurückkehrt und seine Erfahrung zur Verbesserung des nächsten Durchgangs nutzen kann, ist intelligent in die Handlung integriert und technisch brillant inszeniert. Wichtig für den Sehgenuß: Die innere Logik dieses futuristischen Films über den Kampf gegen eine Alien-Invasion bleibt intakt.

Und dann kann Bourne-Regisseur Doug Liman in dieser Verfilmung eines Graphic Novel noch mit einer besonderen Geheimwaffe aufwarten: Emily Blunt ist jenes seltene Pflänzlein, eine englische Rose, die schauspielern kann, eine Schönheit, die hier als Elitesoldatin eindrucksvolle (hoffentlich nur getrickste) Muskelpakete zur Schau stellt. Seit ihrem Durchbruch als magersüchtige Assistentin von Meryl Streep in Der Teufel trägt Prada hat die 31jährige eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt, ob sie nun Tom Hanks in Der Krieg des Charlie Wilson mit ihren Kurven verführt oder in Young Victoria die zugeknöpfte junge Königin spielt. In ihrem ersten SF-Spektakel, dem überschätzten Looper mit Bruce Willis, wirkte sie noch unterfordert, aber in Edge of Tomorrow überzeugt sie auf ganzer Linie.

Sehr gut (8/10)!

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