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Sonntag, 29. Juli 2018

Ant-Man and (also) the Wasp (7/10)

Die gute Nachricht: Nach ihrem Prinz-Eisenherz-Look vom Vorgänger hat Hope Van Dyne (Evangeline Lilly) nun endlich wieder einen attraktiven Haarschnitt. Die schlechte Nachricht: Es gibt kaum mehr über sie zu berichten als ihre Frisur.

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Da gab es also fünf Drehbuchautoren (darunter Hauptdarsteller Paul Rudd), und keiner hat auch nur versucht, die Geschichte mal aus Sicht der Wespe zu betrachten. Ja, sie tritt Hintern in den Kämpfen mit diversen Schurken, aber ansonsten hat sie gemeinsam mit ihrem Vater Hank (Michael Douglas) nur eine einzige Motivation: ihre Mutter aus dem Mikrokosmos zu befreien. Währenddessen hadert Scott Lang mit seinem Hausarrest und versucht Abby ein guter Vater zu sein - oder ist es vielmehr so, dass Abby versucht, eine gute Tochter zu sein? Am Ende erklärt sie Hope, dass sie ihrem Papa selbst Heldentaten begehen wollte, der aber lieber Hope als Partnerin haben wolle. Das wäre dann ein guter Ausgangspunkt für einen dritten Film, den man dann vielleicht tatsächlich "Ant-Man AND the Wasp" hätte nennen können. Aber da ist Thanos vor...

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Zum Glück darf erneut Michael Peña als Luis rumblödeln. Diesmal gibt es eine herrliche verbalen Schlagabtausch um keineswegs ein Wahrheitsserum. Als Belohnung darf sich Luis aus der Modellautowunderkiste bedienen - und sucht sich selbstverständlich das bunteste Fahrzeug aus.

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Hauptgegenspieler ist Walton Goggins, den Tarantino in Django Unchained und The Hateful Eight zum Schurkenarchetyp geformt hatte. Sein Auftritt als Gangster "Sonny Burch" vollendet nun nach Tomb Raider und Maze Runner den Mistkerl-Hattrick des Kinojahres.

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Ebenfalls im mittelmäßigen Tomb-Raider-Neustart hatte die junge Britin Hannah John-Kamen einen Kleinauftritt (als Freundin von Lara Croft). Besser bekannt ist sie aus der SyFy-Billigserie Killjoys. Als "Ghost" ist sie hier für die exotischere Bedrohung zuständig. Ihre Rolle hat außer Eyecandy leider nicht viel Variation zu bieten. Ein bisschen Gravitas schließlich steuert Laurence Fishburn als Hanks ehemaliger Kollege bei.

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Marvels 20. Abenteuer im Avengers-Universum bietet erneut zwei kurzweilige Stunden. In den rasanten Actionszenen geht es zur Abwechslung mal nicht um die Rettung der Welt, sondern um die Ausbeutung von Hanks Erfindungen und damit letztendlich ums schnöde Geld (und zusätzlich die Familienzusammenführung). Im Effektgewitter sind Ant-Man und die Wespe mal ziemlich klein, mal ganz groß und zwischendurch irgendwie mittel. Um das zu genießen, schaltet man den Logikteil seines Gehirns aber besser aus - da gibt es jetzt also während der Fahrt miniaturisierbare Autos, in denen die Insassen nebst dem Laborgebäude im Gepäck mal eben mitschrumpfen. Gelungen ist die digitale Verjüngung von Michael Douglas und Michelle Pfeiffer in ein paar Rückblicken. Ansonsten kann ich über letztere vor allem berichten, dass sie auch mit 60 Jahren und weissen Haaren noch umwerfend aussieht. Gut (7/10).

Ceterum censeo tertiam dimensionem ignorandam esse.

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