Suche im Blog

Samstag, 24. August 2019

Klassische Rezension: Galaxy Quest (2000)

Die meisten Parodien scheitern daran, daß sie zwar einen Gag nach dem anderen liefern, den Zuschauer aber nicht über die ganze Filmlänge hinweg bei der Stange halten können. Um dies zu vermeiden, ist eine eigenständige Handlung nötig, die eine solide Grundlage bietet. Dies ist in Galaxy Quest gelungen - und dies gleich auf mehreren Ebenen. Das Abenteuer selbst hat durchaus das Niveau einer durchschnittlichen Star-Trek-Folge. Doch wie in der Serie ist die äußere Handlung weniger wichtig als die Herausforderungen, die sich daraus für die Figuren ergeben. "Captain" Tim Allen lernt, daß er ohne seine Crew nichts wert ist; und "Alien" Alan Rickman gewinnt seine Selbstachtung zurück. Nebenbei darf Allen hemmungslos die Shatner-Kampftechnik demonstrieren, Sigourney Weaver ausführlich Blödsinn von sich geben, das Crewmitglied ohne Nachnamen um sein Leben bangen. Diejenigen Fans, die das Schiff besser als die Produktionsdesigner kennen, bekommen genauso ihr Fett weg wie die Werbebranche, die den Rummel geschickt vor ihren Schlitten spannt. Und bei exzellenten schauspielerischen Leistungen und einem guten Script sei es auch gestattet, sich an den grandiosen Spezialeffekten zu erfreuen. Nach dem Abspann möchte man am liebsten den Omega 6.000 starten, um den Film gleich nochmal zu genießen (8/10).

Embed from Getty Images

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen