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Sonntag, 8. Mai 2016

Dark Knights: Captain America - Civil War (6/10)

Jetzt ist es doch passiert. Das erste Dutzend der Avenger-Filme ist voll, und ich bin übersättigt. Während alle Welt über den "vielleicht besten" Marvel-Film jubelt, versuche ich zu analysieren, warum ich so wenig Spaß im Kino hatte. Hier ein paar Thesen:
  • Christopher Nolan ist schuld! Seit seiner überaus erfolgreichen Dark-Knight-Trilogie meinen alle, Superhelden ernst nehmen zu müssen. So viel Düsternis möchte ich aber gar nicht sehen.



  • Im Winter Soldier haben die Russos alles richtig gemacht - diesmal fand ich die Action zu hektisch und alles andere zu lang - aus dem 146-Minuten-Spektakel hätte man vielleicht einen dichten 100-Minuten-Thriller machen können.



  • Warum soll ich mit Freude zusehen, wenn Freunde sich verprügeln? Boxkämpfe und MMA sind schließlich auch nicht mein Ding.



  • Wenn schon Ernsthaftigkeit, dann auch richtig! Mit Schrecken habe ich darauf gewartet, dass Tony einen Herzinfarkt bekommt. Pustekuchen - Playboy-Billionäre sind unzerstörbar (Batman lässt grüßen).



  • Die Integration von Wanda ("Scarlett Witch") und Vision (vormals Jarvis) ist noch ein wenig holprig (und nein, im Foto ist nicht Elizabeth Olsen (sie kommt weiter unten), sondern Paul Bettanys Ehefrau Jennifer Connelly, die ansonsten nichts mit dem Film zu tun hat. Aber ich lasse bestimmt keine Gelegenheit aus, eine meiner Lieblingsschauspielerinnen zu präsentieren).



  • Spidey (mit 19 Lenzen der bislang jüngste: Tom Holland) ist als Comic Relief ganz witzig, aber wer will denn einen kompletten Film um diesen Rotzbengel sehen?



  • Paul Rudds Gastauftritt war dagegen mehr als willkommen (Wer ist das? - Wirklich?) Müssen wir tatsächlich noch zwei Jahre auf Ant-Man and the Wasp warten?



  • Drei schwarze Avengers sind offenbar zuviel für die Amerikaner, daher wird bei Einführung des dritten einer der anderen in Rente geschickt (Chadwick Boseman als Black Panther hat aber ein vielversprechendes Debut).



  • Tony Stark könnte fast jeden der übrigen Avengers mit dem kleinen Finger seiner stählernen Faust K.O. schlagen. Wie insbesondere Natasha und Clint die brutalen Scharmützel überstehen, übersteigt meine Suspension of Disbelief (das heißt im Deutschen laut Wikipedia übrigens "Willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit" ;-). Scarlett Johannson hat wohl keine Promotion gemacht. Sie ist im Gegensatz zum Vorgängerfilm, in dem sie praktisch die zweite Hauptrolle hatte, kaum zu sehen...



  • Der Bösewicht gewinnt! Bin ich der einzige, dem das missfällt? Auch wenn Daniel Brühl mit gekonntem Underplaying eine gute Figur macht und die (vor allem bei Bond gefestigte) Tradition renommierter deutscher Darsteller in Schurkenrollen aufrechterhält. Den sekovischen Akzent hat er jedenfalls drauf. Damit sei ihm auch sein hölzerner Auftritt als schwuler Chef von Bradley Cooper im schwer verbrannten Burnt ("Im Rausch der Sterne") verziehen. Schade nur, dass er in seiner Heimat kein Kassenmagnet mehr ist - dazu müsste er ein "Schweig" im Namen haben.



Na ja, es war doch etwas besser als die Prügelei zwischen den beiden DC-Helden - bessere Darsteller, bessere Dialoge - aber die Erwartungen waren auch höher. Ordentlich (6/10).




Da mich der Film einigermaßen ratlos zurückließ, habe ich mir eine zweite Meinung aus der wichtigsten Zielgruppe dazugeholt. Der knapp 13jährige Sohn von Freunden ist wohl noch etwas hungriger als ich und schreibt (leichter Spoiler für Batman vs. Superman):

Der Film (in 3D jedenfalls) war sehr actionreich und voller Effekte. Die Effekte sind manchmal ziemlich irritierend, aber die Geschichte ziemlich gut. Mir fiel auf, dass es in diesem Film wenige einfallsreiche Dialoge gab und es mehr um die Kämpfe ging, die sehr zahlreich waren. Tony Stark hat sehr mit seinem Humor nachgelassen. Ant-Man hätte ein wenig mehr Sprechrolle bekommen sollen, da er wenig gesagt hat, obwohl er eine einen sehr humorvollen Charakter hat.Der Auftritt vom Schwarzen Panther war sehr gut. Dass er den anderen einfach bis zum Ende gefolgt ist, war eine sehr gute Idee, da er eine neue Figur ist.Er ist zwar eine sehr draufgängerische Person, aber der Schauspieler spielt seine Rolle sehr gut. Die Musik war nicht so besonders, mir jedenfalls ist der Soundtrack zu keinem Zeitpunkt besonders aufgefallen. Im Vergleich ist dieser Film besser als der Film Batman vs. Superman. Der Film hat mir nicht ganz so gut gefallen gehabt, da er in einer einzigen Richtung gelaufen ist, das heißt, es war wie immer das gleiche !!!!!!!! Die Welt wird bedroht, und Superman rettet sie wieder. Dass er am Ende gestorben ist, hat mir dann auch ganz gut gefallen ;-)   !!! Dass Captain America eine Überlänge hat, ist mir erst am Ende aufgefallen, der Film war so actionreich, da konnte man gar nicht auf die Uhr schauen und fragen, wo die Zeit geblieben ist. :-D  

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