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Donnerstag, 14. Januar 2016

Kein Vergnügen: Joy (4/10)

Die Biographie über die Erfinderin des Miracle Mop, Joy Mangano, hat mir kein Vergnügen bereitet. David O. Russells dritte Zusammenarbeit mit Jennifer Lawrence (nach dem schönen Silver Linings Playbook und dem chaotischen American Bullshit) wird nur vom Charisma des Stars zusammengehalten. Die Geschichte zerfällt ansonsten in Einzelepisoden mit ziellos agierenden Nebendarstellern, die kein Ganzes ergeben und im Ton weder der Komödie noch dem Drama zuzuordnen sind. Das Leben der erfolgreichen Unternehmerin hätte bestimmt Stoff für eine wunderbare Satire gegeben, gern auch eine Farce oder die sentimentale Standardbiographie einer amerikanischen Träumerin. Stattdessen wird uns eine bizarre Familiensituation aufgepropft, in der wir Robert DeNiro als Vater von Jennifer Lawrence akzeptieren sollen. Da reichen selbst die Fähigkeiten des zweifachen Oscar-Gewinners nicht, um einen glaubwürdigen Schwiegersohn der nur acht Jahre älteren und noch fast jugendlich wirkenden Diane Ladd zu verkörpern. Vielleicht war die Idee, die Geschichte wie die immer wieder zitierte Daily Soap aufzubereiten, aber dazu nehmen sich alle Beteiligten zu ernst. Schade (4/10).

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