Leonardo DiCaprio spielt mit erschreckender Intensität den Trapper Hugh Glass, der von einem Grizzly zerfleischt wird und von seinen Kameraden unter Obhub dreier Freiwilliger zurückgelassen werden muß. Der Anführer Fitzgerald des kleinen Trupps hat bald keine Lust mehr, auf Glass' Ableben zu warten, ersticht dessen halbindianischen Sohn und läßt Glass im vorsorglich ausgehobenen Grab zurück. Der Rest des Films ist dann eine vorhersehbare Mischung aus Überlebensthriller und Rachedrama. Der stärkere Antagonist ist der nordamerikanische Winter von Chingachgook und Lederstrumpf, in einer Zeit der Vorderlader und skalphungriger Wilden in Gestalt von französischen Söldnern. Und
Tom Hardy (ganz rechts im Bild) als Fitzgerald versucht es mit wildem Bart und stechenden Augen DiCaprio gleichzutun. Zumindest den Preis für den besten Nuschler sollte er für seine beiden Auftritte 2015 sicher haben - Mad Max hatte wenigstens noch die Maske als Entschuldigung. Domhnall Gleeson (links) als Captain Henry hat immerhin den überzeugendsten Bartwuchs, seine Figur nimmt allerdings fast surrealistische Züge an, als er gegen Ende plötzlich als dritter Teilnehmer im Zweikampf antritt. Am meisten im Ensemble hat mich die Bärin überzeugt, die als Beschützerin ihrer Jungen auch die beste Motivation für ihre Figur findet.
| Quelle: bildschirmarbeiter.com |
Filmwertung: Ordentlich (6/10).
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