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Montag, 4. Februar 2013

The Impossible (2/10)

Schon im Vorspann wird darauf hingewiesen, daß es sich bei Das Unmögliche um eine wahre Geschichte handelt - mich läßt bereits das einen besonders verlogenen Film erwarten. Im Abspann dann schließt man aus den Namen der Vorbilder, daß hier sogar die ursprünglich spanische Familie von Überlebenden durch publikumswirksamere britische "Weiße" ersetzt wurde. Und deren Überlebenskampf wird hier zelebriert, vor dem Hintergrund einer unvorstellbaren Katastrophe; Tausende von thailändischen Opfern sieht man kaum mal in Totalen, einzig eine einheimische Krankenschwester hat gerade genug Szenen, um nicht nur als Komparsin gelistet zu werden. Zwar ist es immer schon üblich und im Sinne eines erträglichen Kinoerlebnisses auch notwendig, Katastrophen im Film aus Sicht von Überlebenden zu zeigen, wie etwa in den Holocaust-Meisterwerken Schindlers Liste und Der Pianist. Aber hier ist es schändlich, wie die Opfer im Hintergrund verschwinden und die Streicherchöre das Happy End für die Musterfamilie mit den drei niedlichen Kindern feiern. Mir tun Ewan McGregor und Naomi Watts leid, die sichtbar hart gearbeitet haben für dieses verkitschte, überflüssige Machwerk. Und so sehr ich Naomi Watts den Oscar gönnen würde, seit ihrem umwerfenden Durchbruch in Mulholland Drive, so brächte mir das dieses Jahr keine wirkliche Freude.

Uninteressant (2/10).

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