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Montag, 5. Juni 2017

Die Hugo-Finalisten 2017: Kurzgeschichten

Wieder (fast) nur Frauen, (fast) nur Fantasy. Trotzdem ein nicht übler bunter Strauß.

(6) “An Unimaginable Light”, by John C. Wright

John C. Wright lese ich nicht mehr, seit der Schwemme von 2015. Trifft sich gut, dass seine Geschichte der Voters Package auch nicht im Kindle-gerechten Format beilag.

(5) “Our Talons Can Crush Galaxies”, by Brooke Bolander

Brooke Bolander mag ich auch nicht besonders, ihre Prosa ist mir zu negativ. Diese Rachegeschichte eines misshandelten Engels ist immerhin die kürzeste in der diesjährigen Auswahl.

(No Award)

(4) “A Fist of Permutations in Lightning and Wildflowers”, by Alyssa Wong

Der zweite diesjährige Beitrag von Alyssa Wong ist eine stilistisch brillante Allegorie auf eine junge Frau, die mit dem Tod ihrer Schwester zurechtkommen muss.

(3) “The City Born Great”, by N. K. Jemisin

Die Stadt ist New York, und die frischgebackene Hugo-Gewinnerin aus Brooklyn erzählt von einem hispanischen Straßenjungen, der als Geburtshelfer die Lieblingsstadt der Autorin zum Leben erweckt. Diese wird damit in die Gesellschaft solch ehrwürdiger Geschwister wie Mexico City und Paris aufgenommen. Ob Los Angeles diesen Schritt auf schaffen wird?

(2) “Seasons of Glass and Iron”, by Amal El-Mohtar

Die Kanadierin Amal El-Mohtar baut aus dem "Glashügel" und den "eisernen Schuhen" ihr eigenes Märchen zusammen, mit einer klugen Botschaft und einer anrührenden Frauenfreundschaft. Ihrer siebenjährigen Nichte Lara gewidmet, ist dies auch für Erwachsene ein hübsches Lesevergnügen.

(1) “That Game We Played During the War”, by Carrie Vaughn

Das Spiel heisst Schach, aber wie spielt man dieses, wenn einer der Kontrahenten Gedanken lesen kann? Trotzdem haben die Enith den telepathischen Gaan einen Waffenstillstand abgetrotzt, so dass die Krankenschwester Calla mit dem feindlichen Major Larn das Spiel fortsetzen kann, welches sie im Gefangenencamp begonnen hatten (und über das sich eine unwahrscheinliche Freundschaft entwickelte).
Das Ziel ist, "kleine Kriege" zu kämpfen, ohne jemanden zu verletzen.
Carrie Vaughn ist bekannt durch ihre romantische Werwolf-Fantasyreihe "Kitty Norville", liefert hier aber eine kluge SF-Geschichte.

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