Neben Kinofilmen bespreche ich auch TV-Serien, Musik und Bücher, mit dem Schwerpunkt Science Fiction.
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Sonntag, 5. April 2015
Hugo-nominiert: Ancillary Sword (Ann Leckie)
Der zweite Teil der inzwischen "Imperial Radch" benannten Serie von Ann Leckie war für mich ein besseres Leseerlebnis als der vor allem in seinen Rückblenden dröge Vorgänger Ancillary Justice. Immer noch in der Ich-Form von Ancillar Breq verfaßt, konnte ich mich besser auf die nun lineare Erzählung und ihre greifbareren Charaktere einlassen, auch wenn immer noch Längen vorhanden sind. Allerdings hat mich diesmal das Gimmick der konsequent genutzten weiblichen Formen stärker gestört, da es für mich die Figuren einer menschlichen Dimension beraubt. Außerdem frage ich mich, ob diese Geschichte von Machtmißbrauch und Unterdrückung wirklich den komplizierten Hintergrund der galaktischen Zivilisation benötigt hätte. Jedenfalls fand ich die Obsession ob der Teerituale und des Ahnenkults eher nervig als interessant. Insgesamt hat man diesmal das Gefühl, nur Einblick in einen winzigen Teil des großen Ganzen zu bekommen, was bei mir den Eindruck verstärkt, daß es nicht bei einer Trilogie bleiben wird. Der Vergleich mit den fabelhaften Werken von Vernor Vinge jedenfalls scheint mir weit hergeholt.
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