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Sonntag, 28. Juni 2015

Die Hugo-nominierten Romane

Hier meine Rangfolge der in diesem Jahr für den Hugo nominierten Romane:

1. The Three-Body-Problem von Liu Xixin

Dieser nachnominierte Roman ist für mich der einsame Spitzenreiter in der Kategorie. Das betrifft sowohl die literarische Qualität als auch die solide Zentrierung im Genre.

2. "Skin Game" von Jim Butcher

Es ist richtig, daß dieser 15. Teil nicht der stärkste in den Dresden Files ist, und es gibt auch keinen Grund, warum ausgerechnet dieser Band nun einen Preis gewinnen sollte. Aber er bietet das höchste Lesevergnügen in der Auswahl, und es sind noch keine Ermüdungserscheinungen sichtbar in der Saga des Warden von Chicago. Außerdem gibt es da diesen unglaublichen Jedi-Moment...

Ich verspreche, die nächsten Romane von Butcher an dieser Stelle ausführlich vorzustellen. Ansonsten verweise ich auf die Kritik (bzw. Lobhymne) von Patrick Rothfuss (einem wunderbaren Fantasy-Autor, der leider noch langsamer schreibt als George R.R. Martin), wenngleich ich den "Herrn der Ringe" und Robin Hobbs Werke höher ansiedeln würde, während ich mit Pratchett nichts anfangen kann ;-)

Patrick's Review of Skin Game
3. The Goblin Emperor  von Katherine Addison

Gerade noch preiswürdig wäre dieser schöne Fantasy-Roman, der aber wohl zu Recht nur Außenseiterchancen hat. Das Werk der Autorin werde ich aber weiterverfolgen.

4. No Award

Irgendwo muß man die Grenze ziehen...

5. Ancillary Sword von Ann Leckie

Für den Nebula hat's dieses Jahr nicht gereicht, und viele Leser halten diesen Band für schwächer als den preisgekrönten Vorgänger. Siege eines Autors in aufeinander folgenden Jahren hat es nur zweimal gegeben, und Ann Leckie erreicht nun wirklich nicht die Klasse von Orson Scott Card ("Ender's Game" und "Speaker for the Dead") oder gar Lois McMaster Bujold ("The Vor Game" und Barrayar).

6. "The Dark Between the Stars" von Kevin J. Anderson

Diese überlange Space Opera war zum Glück im Voters Package enthalten. Trotzdem habe ich nicht viel mehr als 100 Seiten (lt. meinem Kindle genau 17%) ausgehalten. Die Schreibe strotzt nur so vor Ungenauigkeiten und schlampigen Konstrukten ("rundherum gab es nichts als Lichtjahre"). Es wird eine Unzahl von Figuren eingeführt, die mir als Leser alle völlig gleichgültig waren, und die gern exposéartig mit einer halben Seite Hintergrund vorgestellt werden. Diese Art von Quantität vor Qualität erinnert an Daily Soaps im Fernsehen, und dafür ist, wie ich glaube, das Wort "Schund" erfunden worden.

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